Designprodukte aus post-consumer Denim von Bridge&Tunnel

Wir freuen uns, euch hier das geniale frauengeführte Unternehmen Bridge&Tunnel vorstellen zu dürfen-

Gemeinsam mit der Circular Squad stellen wir 2025 gemeinsam mit ihnen zirkuläre Produkte auf dem Weihnachtsmarkt in der Markthalle Neun aus.

Die beiden Gründerinnen entwickeln seit 2016 Designprodukte aus post-consumer Denim und anderen Textilüberschüssen. Mit dem Code slowfashion10 erhältst du bei Bridge&Tunnel bis zum 31.12.2025 10% Rabatt auf das gesamte Sortiment. Zusätzlich haben wir ein spannendes Interview mit den Gründerinnen Lotte & Conny geführt, das du hier lesen kannst

Interview mit Bridge&Tunnel

1. Was treibt euch an, Konsum neu zu denken?
Unsere Mission ist ziemlich einfach: Wir wollen zeigen, dass Mode auch anders geht – fair, lokal und mit richtig viel Haltung. Statt immer neuen Kram zu produzieren, setzen wir mit Bridge&Tunnel auf Materialien, die schon da sind, und Menschen, die oft übersehen werden. Konsum neu denken heißt für uns, Ressourcen zu wertschätzen und soziale Gerechtigkeit mitzudenken. Es geht nicht nur um Produkte, sondern um Perspektiven – und darum, Verantwortung zu übernehmen. Mit unserer Hamburger Manufaktur Bridge&Tunnel fertigen wir seit 2016 Designprodukte aus post-consumer Denim und anderen Textilüberschüssen – also Materialien, die sonst auf dem Müll landen würden. Und das mit einem Team aus Frauen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte. So verhelfen wir wertvollen Materialressourcen zu einem neuen Leben in style und hoffnungsvollen Talenten aus aller Welt zu einem erfüllenden Job mit Anerkennung.
2. Muss man als Gründerin doppelt so viel leisten wie männliche Gründer, um halb so ernst genommen zu werden?
Die Realität ist komplex. Statistisch gesehen fließt nach wie vor nur ein Bruchteil der Gründungsfinanzierung an weiblich geführte Start-ups – und das spiegelt sich auch in den Strukturen wider: Netzwerke, Sichtbarkeit, Zugang zu Kapital – all das ist für Gründerinnen oft weniger selbstverständlich. Mit Bridge&Tunnel haben wir gezeigt, dass es trotzdem geht: Mit einem starken Purpose, wirtschaftlicher Klarheit und echtem Impact haben wir uns als weibliche Gründerinnen erfolgreich etabliert. Aber ja, wir mussten dafür an vielen Stellen mehr erklären, mehr beweisen, mehr balancieren. Es geht nicht darum, besser zu sein – sondern die gleichen Chancen zu bekommen. Und wir würden uns wünschen, dass es in Zukunft nicht mehr „besonders“ ist, wenn Frauen gründen, sondern ganz normal. Vielfalt in der Gründungsszene macht unsere Wirtschaft innovativer, gerechter und zukunftsfähiger.
3. Was bedeutet für euch „Weniger ist mehr“ – und wo zieht ihr die Grenze zum Verzicht?
„Weniger ist mehr“ ist für uns kein Verzicht, sondern eine Haltung. Wir glauben an die Kraft von Slow Fashion – Mode, die mit Sinn, Stil und sozialer Verantwortung entsteht. Unsere Designs sind zeitlos, wandelbar und bewusst reduziert. Sie sollen Lieblingsstücke sein – keine Wegwerfware. Verzichten heißt für uns nicht „ohne“, sondern „mit Bedacht“. Die Grenze ist dort, wo Nachhaltigkeit elitär wird. Unser Ziel: Slow Fashion für alle – fair produziert, ästhetisch durchdacht und mit echtem Mehrwert.

Dank euch beiden für das schöne Interview!


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