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Waschpulver selber machen

Waschpulver selber machen

Ökologisch Waschen – einfach selber machen

Waschpulver selber machen? Wieso sollte ich das tun, fragt sich vielleicht jetzt der ein oder andere. Die Antwort ist ganz einfach: hinter den chemischen Bezeichnungen in handelsüblichen Waschpulvern verstecken sich oftmals erdölbasierte Tenside, Enzyme, Aufheller, Duftstoffe und Bleichmittel, die unserer Gesundheit schaden. Sie können nachweislich die Haut reizen und zu Allergien führen. Über das Abwasser gelangen die Schadstoffe auch in die Umwelt – in Deutschland sind es jährlich über 630.000 Tonnen allein durch den Verbrauch von Wasch- und Reinigungsmitteln der privaten Haushalte.

Waschpulver selber machen: Die Lösung!

Unsere Großeltern haben ihre Wäsche fast ausschließlich mit Kernseife gewaschen. Kaum zu glauben, aber auch diese Wäsche ist sauber geworden! Sie hat vielleicht nicht nach Veilchen gerochen, aber das ist auch kein Indiz für die Sauberkeit der Wäsche. Ganz im Gegenteil sind diese künstlichen Duftstoffe eher eine Art Verunreinigung, ähnlich wie Zigarettenrauch, nur mit dem Unterschied, dass es eben gut riecht. Gerade diese Duftstoffe können Allergien auslösen. Es ist also möglich mit wenigen umweltfreundlichen Zutaten sein eigenes Waschpulver herzustellen, welches gut biologisch abbaubar und gesundheitlich unbedenklich ist.

DIY-Waschpulver von hello simple

Wir bieten zum Beispiel ein Do-it-yourself-Set an, mit dem man sein Waschpulver ganz einfach und schnell selbst zu Hause mischen kann. Der Vorteil? Zum einen weiß man durch das Erlebnis „Selbermachen“ wirklich was in dem Produkt drinsteckt und zum anderen sind das Rezept und die Zutaten genauso wirksam und dazu noch gut für Mensch und Natur. Auch bei der Verpackung wird darauf geachtet, dass kein Plastikmüll anfällt. Das DIY-Waschpulver Set enthält drei natürliche Zutaten: Natron, Waschsoda und Kernseife. Mit Hilfe einer Küchenreibe, mit der die Kernseife noch klein gehobelt wird, ist das Waschpulver auch schon innerhalb von 10 Minuten fertig. Angewendet wird es dann wie herkömmliches Waschpulver: Je nach Verschmutzung der Wäsche und Härtegrad werden 1-3 EL direkt in das dafür vorgesehene Waschmittelfach gegeben. Das Waschpulver ist sehr ergiebig und reicht für ca. 35 Wäscheladungen. Für tierische Fasern wie Wolle und Seide ist es aufgrund des Waschsodas nicht geeignet, da es die Fasern aufquellen lässt. Für alle DIY-Muffel gibt es das Waschpulver, bestehend aus den 3 Zutaten, auch bereits fertig zusammengemischt.

Die drei Wasch-Superhelden

Natron

Das feine weiße Pulver Natron hat eine lange Geschichte – schon in Ägypten wurde u.a. Natron zur Mumifizierung eingesetzt. Natron ist ein echter Alleskönner: Ob innerlich angewendet, zur Regulierung des Säure-Basen-Haushalts, als Zutat im Deodorant oder als Kariesschutz in Zahnpasta. Für das selbst hergestellte Waschpulver macht man sich vor allem die antibakterielle und desodorierende Wirkung zunutze. Es eignet sich besonders um unangenehme Gerüche, wie bspw. Schweiß, aus der Kleidung zu entfernen. Auch zum weicher machen der Kleidung und zum Schutz vor Grauschleiern eignet es sich hervorragend. Sein chemischer Name ist Natriumhydrogencarbonat. Es wird hauptsächlich durch chemische Reaktion hergestellt, kommt jedoch auch als natürliches Mineral in Heilquellen und Mineralwässern vor.

Kernseife

Tenside werden eingesetzt, um Kleidung von Fetten zu befreien. Die wohl ältesten Tenside sind Seifen. Sie setzen die Oberflächenspannung von Wasser herab und wirken wie Emulgatoren – besitzen also einen wasserliebenden und einen im Wasser nicht löslichen Teil. Damit haben sie eine besonders gute Reinigungswirkung bei Fetten, Ölen und Schmutzpartikeln. Kernseife kann aus tierischen oder pflanzlichen Fetten, wie z.B. Oliven-, Kokos- oder Palmöl hergestellt werden. Durch das sogenannte Aussalzen, also der Zugabe von Kochsalz, wird der Seifenkern abgeschieden. Das Glyzerin und andere unerwünschte Inhaltsstoffe bleiben in der Seifenlauge zurück und übrig bleibt die reine, harte Kernseife. Charakteristisch ist ein Fettsäuregehalt von 72-75 %, sowie das Fehlen von Duft- und Farbstoffen. Eine reine Kernseife besteht aus folgenden Zutaten: pflanzlichem oder tierischem Fett, welches mit Natriumhydroxid verseift wird, Wasser und Meersalz. Vorsicht ist geboten bei den in üblichen Drogeriemärkten erhältlichen Kernseifen. Diese enthalten oftmals den Stoff EDTA, welcher die Hautbarriere durchlässiger für Schadstoffe macht und zudem giftig für die Umwelt und kaum biologisch abbaubar ist. Außerdem kann sich durch Seife in Kombination mit hartem Wasser Kalkseife bilden, welche die Reinigungswirkung mindert und zum Grau- und Hartwerden der Wäsche führt.

Waschsoda

Hier schafft Waschsoda Abhilfe. Es hat die Eigenschaft Wasser zu enthärten, sodass sich keine Kalkseife mehr bildet. Waschsoda ist ein echtes Wundermittel und bestens als Zutat zum Waschpulver selber machen geeignet. Es wirkt sehr viel stärker als Natron und ist deswegen bestens für hartnäckige Schmutzflecken geeignet. Aufgrund der stärkeren Reaktion ist bei Soda jedoch besondere Vorsicht geboten, da es die Augen reizen kann und nicht eingeatmet werden sollte. Waschsoda natürlichen Ursprungs kommt in einigen Seen der USA, Kanadas und Afrikas vor. Heutzutage wird Waschsoda jedoch meistens chemisch hergestellt.

Umweltfreundliche Weichspüler-Alternativen

Das selbst hergestellte Waschpulver lässt die Wäsche frisch und neutral riechen. Wer nicht auf Weichspüler verzichten möchte, kann 5 %igen weißen Haushaltsessig verwenden. Dieser macht die Wäsche weich und kann vollständig biologisch abgebaut werden. Keine Sorge, die Wäsche riecht danach auch nicht nach Essig. Pro Waschgang können ca. 30 ml  ins Weichspülerfach gegeben und optional mit 5 Tropfen ätherischen Öls beduftet werden (Orange. Lavendel und Zitrone eignen sich besonders gut). Besonders in Gegenden mit hartem Wasser sollte nicht auf Essig verzichtet werden, da er die Eigenschaften besitzt Wasser zu enthärten und Kalkablagerungen aus der Wäsche zu entfernen. Bei weißer Wäsche kann Zitronensäure als Weichspüler-Alternative eingesetzt werden. Dafür einfach einen Esslöffel in das Fach geben.

Fazit

Waschpulver selber machen ist ganz einfach, schont unsere Haut und erspart der Umwelt jede Menge Chemikalien. Es ist jedoch wichtig, bei den Zutaten genau hinzuschauen, denn auch hier können schädliche Stoffe, wie bspw. EDTA in Kernseifen, versteckt sein. Außerdem sollte man sich nach dem Härtegrad in seiner Wohngegend erkundigen und dementsprechend die Dosierung anpassen. Oftmals neigt man zur Überdosierung. Die Wäsche wird dadurch aber nicht sauberer – die Aufbereitung des Wassers jedoch schwieriger.

Zum Abschluss gibt es noch eine kurze Checkliste, was beim ökologischen Waschen beachtet werden sollte:

Checkliste: Richtig Waschen

1. Verwendung eines ökologischen Waschpulvers (spart überflüssige Chemikalien)

2. die richtige Dosierung je nach Wasserhärte und Verschmutzungsgrad

3. Waschmaschine voll beladen

4. Nutzung des 30°C- 40°C-Programms statt 60°C

5. Verzicht auf Vorwäsche

6. ökologischen Weichspüler verwenden


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