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Haarseife statt Shampoo: So funktioniert die Anwendung

Haarseife statt Shampoo: So funktioniert die Anwendung
7. März 2019 Lisa

Haarseife ist eine tolle Alternative zu konventionellem Shampoo. Hast du es schon ausprobiert? Dann wird es jetzt höchste Zeit. Haarwaschseife reinigt Haare und Kopfhaut auf natürliche Weise, denn sie ist frei von synthetischen Tensiden und Silikonen. Sie ist somit weitaus gesünder und reinigt dein Haar mild und natürlich.

Unsere Haarseifen in den Düften Melisse, Lavendel uvm. kannst du direkt hier bei uns im Shop kaufen.

Wir zeigen dir, was du beachten solltest bei der Haarwäsche ohne Shampoo und geben dir ein Rezept für die Essigspülung danach, auch genannt „Saure Rinse“. Das hilft gegen Schuppen und macht deine Haare glänzend weich. Wie sind eure Erfahrungen mit Haarseife?

Warum solltest du unbedingt Haarseifen ausprobieren?

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen: Viele Shampoos in der Drogerie enthalten lange Inhaltsstofflisten. Dabei handelt es sich oftmals um eine ganze Reihe problematischer Inhaltsstoffe. Angefangen bei Konservierungsstoffen, Silikonen und Parabene, bis hin zu synthetischen Tensiden und Duftstoffen. All diese Stoffe können die Kopfhaut reizen und dein Haar schädigen.

Haarseife ist sehr viel gesünder, denn sie besteht nur aus einigen wenigen natürlichen Zutaten. Haare waschen mit Seife tut deinem Körper damit etwas Gutes.

Und nicht nur für dich! Meist sind konventionelle Shampoos nicht vegan, d.h. sie enthalten tierische Stoffe oder wurden an Tieren getestet. Es ist also auch besser für die Tiere, auf vegane Haarseife zu setzen.

Zero Waste Seife: nachhaltig und umweltfreundlich

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Haarseifen fast ohne Verpackung auskommen. Du produzierst also keinen Plastikmüll und schonst die Umwelt. Wenn du auf Reisen bist, kannst du deine Seife ganz einfach in einer plastikfreien Seifendose transportieren. Unsere hello simple Zero Waste Seifen kommen sogar ohne jegliche Verpackung aus, lediglich ein kleiner Zettel mit den Inhaltsstoffen ist dabei.

Und ebenso im Sinne der Nachhaltigkeit: Haarwaschseifen sind super ergiebig. So hast du lange Freude daran, bis du dich wieder um Nachschub kümmern musst. Die natürlichen Inhaltsstoffe können problemlos ins Abwasser gelangen, da sie biologisch abbaubar sind. Weitere zero waste Produkte erhälst du bei uns im Shop.

Haarseife: Wie funktionierts?

Die Waschkraft der Seife entsteht durch Tenside. Tenside sind waschaktive Substanzen, die die Oberflächenspannung herabsetzen und somit ermöglichen, dass Schmutzpartikel gebunden und herausgelöst werden.

Statt synthetischen Tensiden aus Erdöl, nutzt Haarseife natürliche Tenside. Das sind pflanzliche Öle wie z. B. Olivenöl, Kokosnussöl, Jojobaöl, Rizinusöl, Avocadoöl und noch einigen mehr. Sie spenden Feuchtigkeit und pflegen das Haar.

Der Anteil von Glycerin oder anderer Fette ist in Haarseifen mit unter 5 Prozent deutlich geringer als beispielsweise in Handwaschseife. Schließlich sollen die Haare nach der Haarwäsche nicht fettig sondern frisch und leicht sein. Fühlt sich dein Haar zu trocken an, lohnt es sich eine Seife mit einem höheren Fettgehalt auszuprobieren.

Haarseife: anders als festes Shampoo

Oftmals wird die Haarseife mit festem Shampoo gleichgesetzt oder verwechselt. Hier gibt es jedoch einen wesentlichen Unterschied. Festes Shampoo ist nämlich wie ein normales Shampoo, nur in fester Form und kann synthetische Tenside aus Erdöl enthalten. Vorzuziehen sind feste Shampoos aus der Naturkosmetik, die mit natürlichen Tensiden die Haare reinigen. Eine saure Rinse ist bei festem Shampoo nicht erforderlich.

Die Haarseife hingegen ist im Gegensatz zu festem Shampoo ein aus Lauge und Fetten verseiftes Produkt und hat eine rückfettende Wirkung, die dem Haar Feuchtigkeit und eine extra Portion Pflege verleiht. Wer zu fettigem Haar neigt, sollte eine Haarseife mit weniger Ölgehalt wählen.

Saure Rinse bei hartem Wasser

Für die Waschwirkung deiner Haarseife ist die Wasserhärte ausschlaggebend. Sie variiert von Region zu Region. Wenn du dir unsicher bist, kannst du dich bei den städtischen Wasserbetriebene über den Härtegrad das Wasser in deiner Stadt informieren.

Bei harten Wasser (ab Grad 14) solltest du nach der Haarwäsche unbedingt eine sogenannte Saure Rinse machen. Die Saure Rinse entfernt Kalkrückstände und Kalkseife aus den Haaren und macht sie geschmeidig. Sie ist sozusagen einfach eine Spülung mit einem Schuss Essig. Zusätzlich schließt sie die durch die Haarwäsche aufgerauhte Schuppenschicht. Die Seife lässt die Haarstruktur beim Waschen nämlich aufquellen. Das Ergebnis sind kräftige und glänzende Haare. Wir sind begeistert!

Anleitung: Essigspülung für die Haare

Eine Saure Rinse sorgt für eine glatte und natürliche Haarstruktur. Wie es geht, erklären wir dir in den folgenden Schritten:

  • Für die sogenannte Saure Rinse mischst du 1-2 EL Apfel-Essig (in Bio-Qualität) auf ca. 1 Liter kaltes Wasser
  • Bei der Haarwäsche empfehlen wir dir, die Haare 2x gründlich mit Haarseife einzuschäumen.
  • Nachdem die Seife ausgespült ist, werden die Haare mit der Apfelessig-Spülung behandelt. Diese kippst du dir einfach über die Haare und Kopfhaut
  • Die Spülung musst du nicht nochmal mit Wasser ausspülen. Der Essiggeruch verflüchtigt sich schnell

Je härter das Wasser, desto höher kann die Konzentration angepasst werden. Probiere gerne aus, welches Mischverhältnis für dich am besten ist. Alternativ kannst du auch einen halben Tl Zitronensaft für deine Haare verwenden.

Hört sich vielleicht im ersten Moment aufwendig an, ist es aber nicht: Bei uns stehen Essigflasche und eine großes Glasgefäß (z.B. eine Vase mit schmaler Mündung oder eine Wasserkanne) direkt neben der Dusche. Vor der Haarwäsche kommt dort einfach kurz ein Schuss Apfel-Essig rein, aufgefüllt mit kaltem Wasser. Dauert also nicht mal eine Minute. 🙂

Haare: Umstellung auf Seife

Es kann ein Weilchen dauern, bis sich dein Haar an die Haarseife gewöhnt hat. Besonders wenn du vorher ein Produkt mit vielen synthetischen Stoffen verwendet hast. Es lohnt sicher aber auf Dauer auf die gesündere und umweltschonende Alternative umzustellen. In vielerlei Hinsicht und vor allem zum Schutz deiner Gesundheit und der Gewässer.

Warum müssen sich die Haare erst umstellen? In vielen Pflegeprodukten wie Shampoos oder Conditioner werden Silikone eingesetzt. Diese „pflegen“ das Haar indem sie sich wie eine dünne Schicht um das Haar herumlegen, sodass es glatter wird und glänzt. Allerdings ist diese Schicht nur ein kurzfristiger Schutz, da dadurch die Schäden am Haar nur überdeckt werden. Die Schicht wird durch die häufige Anwendung immer dicker, der sog. Build-up-Effekt, so kann das Haar darunter so stark austrocknen, dass Spliss und Co. sich verschlimmern.

Build-Up-Effekt

Durch den Build-up-Effekt (die dicke Silikonschicht auf den Haaren) dauert es also eine Weile bis die Haare sich davon endgültig befreit haben. Man geht von ca. einem Monat Regenerationszeit aus. Also schön durchhalten und eifrig mit Haarseife den Silikonfilm loswerden. Wer durchhält, wird meist mit kräftigeren, natürlich schönem Haar belohnt! Weiterhin fetten die Haare irgendwann nicht mehr so schnell nach und es reicht sie alle 4 Tage zu waschen.

Hast du Lust bekommen und bist neugierig auf unsere Haarseife in den Düften Melisse, Lavendel-Moor, Rose und Co.? In unserem Onlineshop wirst du garantiert fündig.

Außerdem freuen wir uns auf Kommentare und Erfahrungsberichte!

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